Oliver Kringel erhielt mit 12 Jahren ersten Gesangsunterricht bei dem Wiener Tenor Ferdinand Silhanek. Bald folgten Bestplatzierungen im Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ als der bundesweit beste Tenor seiner Altersgruppe.
Er hat bei Martin Hummel an der Hochschule für Musik Würzburg Konzert- und Operngesang studiert. Dort war er in Puccini’s „Gianni Schicchi“ als Gherardo und in Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“ als Eumete und Pisandro zu hören. Nach der Partie des Oronte in Händels „Alcina“ schloss er sein Studium mit der Rolle des Ersten Fremden im „Vetter aus Dingsda“ von E. Künneke an der Würzburger Opernschule ab.
Besondere Freude bereitet ihm der Liedgesang, allen voran Schuberts Liederzyklen, die er regelmäßig interpretiert. Mit seinem Liedbegleiter Gio Abuladze liegt eine CD-Einspielung von Schumanns „Dichterliebe“ vor.
Als langjähriges Mitglied in Profiensembles wie dem Collegium Vocale Ghent (Philippe Herreweghe), Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius), Lauschwerk (Prof. Martin Steidler) uvm. gab er Konzerte in Europa, Amerika, China und Israel. Es liegen zahlreiche CD-Einspielungen mit verschiedenen Ensembles vor.
Weitere Inspirationen bekam er durch Kurse bei Emma Kirkby, Martin Platz, Tilman Lichdi, Jonathan Seers, Cheryl Studer und Daniela Sindram. Gegenwärtig wird er künstlerisch von der Sopranistin Anke Endres betreut.
2022 war Oliver Kringel erstmals bei der Pocket Opera Company zu hören als Orpheus in „L’ombra dell’amore – Orfeo ed Euridice“.
In „Der eifersüchtige Trinker“ übernimmt er die Rolle des Lippo.
