Elmar Tannert

Geboren 1964 in München, lebt und arbeitet in Nürnberg / Bayern
Stationen u.a.:
Ausbildung zum Großhandelskaufmann. Studium Romanistik, Musikwissenschaft. Nachttankwart. Paketzusteller.
Arbeitsgebiete:
Gedicht, Erzählung, Roman
Auszeichnungen / Ehrungen / Preise (Auswahl):
Literaturförderungspreis des Freistaates Bayern (1999). Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis (2001).
Veröffentlichungen (Auswahl):
Der Stadtvermesser, Roman (1998).
Ausgeliefert, Roman (2005)

... Elmar Tannert erhält einen Förderungspreis für sein Erstlingswerk "Der Stadtvermesser" (1998). Aus unterschiedlichsten und ungewohnten Erzählperspektiven heraus wird das Bild der Stadt Nürnberg entworfen. Die gelungene poetische Konzeption des Werks verlangt vom Leser, gewohnte Sichtweisen aufzugeben und sich neuen Betrachtungen zu öffnen. ... (Bayerisches Kultusministerium)

Heinrich Hartl

Geboren 1953 in Deggendorf.

Seine musikalische Ausbildung erhielt er am Meistersingerkonservatorium in Nürnberg. Dort studierte er die Fächer Orgel, Klavier, katholische Kirchenmusik sowie Komposition.

Im Jahre 1985 erhielt er einen Lehrauftrag an der Universität Erlangen-Nürnberg. Im gleichen Jahr erhielt Heinrich Hartl den Kulturförderpreis des Bezirkes Mittelfranken. 10 Jahre später, im Jahre 1995 wurde Heinrich Hartl mit dem Kulturförderpreis seiner Heimatstadt Nürnberg ausgezeichnet.

Heinrich Hartls Streichquartett "Was im Stillen erblüht" gewann bei einem internationalen Kompositionswettbewerb in der Tschechischen Republik im Jahre 1994 den 1. Preis.

Verschiedene CD-Einspielungen mit Kompositionen Heinrich Hartls wurden bereits veröffentlicht.

Heinrich Hartl sucht für sich die Momente der Stille und findet diese in Literatur, Natur und alter Architektur. Lyrik ist für ihn "wie Musik, wie Farbe und Licht" - ein bemerkenswerter Vergleich angesichts der Tatsache, dass Heinrich Hartl seit seiner Geburt blind ist.

Die Welt ist eine Scheibe

POCKET OPERA COMPANY erbringt den Beweis

Am 23. Oktober 2005 um 20:00 h präsentierte die POC im Genossenschaftssaalbau Nürnberg die Uraufführung der Kammeroper des fränkischen Komponisten Heinrich Hartl Die Welt ist eine Scheibe, nach einem Libretto des Nürnberger Autoren Elmar Tannert.


Ein Wirtshaus als Spiegelbild des Lebens und als Wartesaal gebrochener Figuren


Die Welt ist eine Scheibe

Galina zieht von Russland nach Deutschland und verdingt sich als Kellnerin. Ein Wissenschaftler erfindet eine neue Art von Musikbox, hochsensibel und intelligent, und sorgt für staatlich verordnete Musikboxpflicht. Der Musiker Carlo kann es sich nicht mehr leisten, Engagements abzulehnen, und hat bei Frauen kein Glück. Lydia sucht vergebens ihren Traummann, denn ein Künstler ist ihr zu arm und ein Wissenschaftler zu langweilig. Hades sammelt abgespulte Lebensläufe als Skulpturen in seiner Unterwelt und sucht nach einem Mittel gegen seine Langeweile. Moira sorgt für Unheil, als sie versucht, ihre Fäden neu zu spinnen.
Sie alle stoßen in einem Lokal aufeinander und geraten in Verstrickungen von Liebe, Hass und Neid, aus denen selbst die Götter keinen Ausweg mehr wissen.
Eine Oper über Ratio und Magie, Schicksal und Zufall, Wissenschaft und Musik, über Götter, die sich im menschlichen Dasein versuchen und Menschen, die sich für Götter halten.

Die Pocket Opera Company sucht für ihre Produktionen gezielt Orte, die die Handlung durch das Ambiente verstärken, auf konstruierte Bühnenbilder wird bewusst verzichtet. Für Die Welt ist eine Scheibe entdeckte die Pocket Opera Company den Genossenschaftssaalbau in der Rangierbahnhofsiedlung Nürnberg. Dieser Saal wurde 1923 als kultureller Treffpunkt des Stadtteils gebaut, das Tonnengewölbe wurde im 2. Weltkrieg nicht zerstört, die Originalkulisse verstärkt somit das Bühnegeschehen.

In der Regie von Peter B. Wyrsch und der musikalischen Leitung von Franz Killer spielen Katharina Bock, Astrid Kessler, Violetta Krohmer, Alexander Herzog, Wayne Lembke, Robert Eller und Ernst Häussinger. Zum ersten Mal seit Jahren steht eine der großen Nürnberger Opernsängerinnen und Gründungsmitglied der POC wieder auf der Bühne: Elizabeth Kingdon.



Besetzung
Carlo Tenor Alexander Herzog
Galina Sopran Astrid Kessler
Hades Bass Wayne Lembke
Moira Alt Violetta Krohmer
Wissenschaftler Bariton Robert Eller
Lydia Mezzosopran Katarina Bock
Mutter des Wissensch. Sopran Elizabeth Kingdon
Ein Wirt Ernst Häusinger

Violine Jessica Hartlieb
Violine Matthias Bock
Viola Jadenir La corte
Violoncello Cornelius Boensch
Marimbaphon Axel Dinkelmeyer

Kostüme Barbara Schmidt
Regie Beat Wyrsch
Musik Heinrich Hartl
Libretto Elmar Tannert
Musikalische Leitung Franz Killer
Prod. Leitung Ralph Emmert-Sinzinger


Uraufführung: 23. Oktober 2005

weitere Vorstellungen:
16. / 17. Februar 2006 / 20:00 Uhr

Ort: Genossenschaftssaalbau Böhm in Nürnberg
Matthäus Hermann Platz 2

Karten: Kulturinformation Tel. 0911 / 231 40000
Karten online unter www.tafelhalle.de

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